In unmittelbarer Nähe der Trifthütte findet man viele schöne und interessante Gesteine.
Unter den Moränenblöcken, die überwiegend vom hinteren Tierberg stammen, fallen die spektakulären Amphibolitmigmatite, aber auch viele verschiedenartige Gneise auf. In der Schwemmebene südlich der Hütte trifft man nicht selten auf Serpentine, deren anstehendes Vorkommen man von der Hütte aus in süd-südöstlicher Richtung als grasgrüne Felspartie erkennt.
Der anstehende Fels bei der Hütte (Bild oben) ist ein ganz aussergewöhnliches Material, das auch dem Gesteinskundigen Fragen aufgibt. Das Gestein ist aus ungleich grossen, eckigen, manchmal auch gelängten Stücken zusammengesetzt, ist also eine Art Brekzie. Die Bestandteile sind durchwegs vulkanischer Natur. Es sind als Schlammströme („Lahars“) verschwemmte vulkanische Auswurfprodukte, Ablagerungen, die man in der Fachsprache als Fanglomerate bezeichnet.
In die Hüttenfassade (Bild oben) haben die Erbauer (wohl unabsichtlich) eine fast vollständige Musterkollektion der oben erwähnten Gesteine eingefügt. Zusätzlich finden sich hier auch Quader aus Aaregranit, die wohl aus den Moränen des Triftgletschers stammen, der sie seinerseits vom Wyss Nollen oder aus den Bergen des oberen Triftgletschers hertransportiert hat. Diese Hüttenwandsammlung ist geeignet für spielerisches oder ernsthaftes Gesteinsbestimmen, aber auch für ein geologisches Briefing vor oder Debriefing nach der Tour beim Apéro auf der Hüttenterrasse.