Die Geschichte der Trifthütte ist eng mit der Entstehung des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) verknüpft. Die erste Hütte wurde im Jahre 1864 ein Jahr nach der Clubgründung auf Anraten des Bergführers, Strahler und Chronisten Johann von Weissenfluh errichtet. Damit war die sechsplätzige Hütte nach der Grünhornhütte am Tödi die zweite SAC-Hütte und die erste im Kanton Bern.

In den Jahren von 1864 bis 1947 wurde die Trifthütte drei Mal neu gebaut, zuletzt entstand die etwas höhere gelegene Hütte mit 40 Schlafplätzen. Danach blieb die Unterkunft bis in das Jahr 2007 praktisch unverändert. Seit dem Lawinenwinter 1999 standen lediglich provisorische WC-Anlagen aus Blech zur Verfügung, in der Hütte gab es keine Waschgelegenheit. Auf Grund dieser und weiterer wesentlicher betrieblicher Mängel stand ein kompletter Abbruch und Neubau zur Diskussion. Doch die Sektion entschied sich zu einer sanften Renovation der charmanten Hütte mit solider Bausubstanz.

Im Jahre 2007 wurde die Trifthütte umgebaut und durch eine nordseitige, teilweise in den Hang verbaute Erweiterung ergänzt. Dabei wurde der im Winter durch die Druckwelle einer Lawine weggefegte Sanitärbereich in die Hütte integriert. Die Sektion Bern investierte 930’000 Franken in die Bauarbeiten, finanziert wurde diese Summe durch die Sektion, den Hüttenfonds (Zentralverband) und mittels Spendengeldern.

Neben der umweltfreundlichen Toilettenanlage wurde ein neuer Winterraum erstellt und der bisher nur vier Quadratmeter grosse Hüttenwartsraum vergrössert. Für den Hüttengast wurde die Situation im Aufenthaltsraum erheblich verbessert. Wurde früher bei vollem Hüttenbetrieb in zwei Schichten gegessen (Personen der ersten Schicht musste nach dem Essen in die Schlafräume ausweichen), sind heute gleich viele Sitzplätze wie Schlafplätze vorhanden. Die Anzahl der Schlafplätze blieb unverändert.

Der damalige Hüttenchef Walter Brog, selber stark im Bereich Energie und Wasserversorgung bei alpinen Hüttenbauten engagiert, erstellte das Energiekonzept mit einer zusätzlichen Photovoltaikanlagen für die Stromversorgung sowie thermischen Kollektoren auf dem Dach. Dank verschiedener Spenden konnte so ein weitgehend energieautarker Hüttenbetrieb sichergestellt werden.

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